Kundgebung und Mahnwache vor ENGIE am Freitag, den 26.4.19 um 15:30 Uhr

Wir planen eine Mahnwache am 26.4.19 zeitgleich mit der Umzingelung der ENGIE Zentrale in Brüssel.
ENGIE ist der Betreiber der Risse Reaktoren von Tihange und Doel in Belgien und hat eine Filiale hier in Köln an der Aachenerstrasse 1044 in Köln Weiden.

Kundgebung in Köln
Freitag , den 26 April 2019 15.30 Uhr
Vor der Engine-Electrable Hauptverwaltung
Aachenerstr. 1044, 50858 Köln KVB Haltestelle Mohnweg

Flugi_26April_2019

33 Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl

Wir fordern die Schließung der fünf gefährlichen belgischen Atomreaktoren: Tihange & Doel (teilweise mit Rissen) und einen schnellen Übergang zu den erneuerbaren Energien. Der Betreiber vom AKW Tihange ist Engine-Electrable hat auch einen Sitz in Köln. Darum protestieren wir hier.

Kein Tschernobyl in Belgien und Nachbarländer
Zerplatzte Tanks, versagender Beton, Lecks in Primärkreisläufen ….. , seit 2012 haben sich die Vorfälle in den belgischen Kernkraftwerken vervielfacht.
Die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Unfalls wird jeden Tag wahrscheinlicher.
Ein schwerer Unfall würde ganz Belgien, Umgebung und auch Köln kontaminieren.

Ostermarsch Gronau 19.4.

Es gibt noch freie Plätze aus Köln nach Gronau!
Bitte melden unter:
antiatomplenumkoeln@gmx.de

Karfreitag, 19. April, startet die Auftaktkundgebung zum Gronauer Ostermarsch um 13 Uhr am Bahnhof Gronau – danach führt die Demo zur Urananreicherungsanlage.

Dieses Jahr ist der Ostermarsch aus unserer Sicht besonders wichtig: Zum einen ist durch die Ablehnung des Gesetzes-Entwurfs zur Uranfabriken-Stilllegung (inklusive Fake-Stellungnahme der Atomlobby im Bundestag) klar, wie groß der Widerstand gegen eine Stilllegung der UAA innerhalb der Groko ist.

Der Urananreicherer Urenco (also auch RWE und EON) liefert weiterhin Uran für Brennelemente in den belgischen Pannen-Reaktoren.

Zum anderen ist Urenco selbst sehr aktiv, die selbst ernannten zivilen Grenzen der Urananreicherung zu überwinden. Schon 2014 legte das US-Energieministerium ausführlich dar, dass es Urenco selbst war, die vorschlugen, ihr angereichertes Uran auch in Brennelementen einzusetzen, die dann in Reaktoren zum Einsatz kommen, in denen Tritium für US-Atomwaffen hergestellt wird – laut Energieministerium mit Zustimmung der Bundesregierung, der niederländischen Regierung und der britischen Regierung!

Und nun will Urenco ganz aktuell mit offensichtlicher Billigung von RWE/EON und der Bundesregierung in den USA auch in den zivil-militärisch brisanten Bereich der Höheranreicherung auf ca. 20% Uran 235 ein. Beteiligt wird dabei auch die Urenco-Zentrifugentochter ETC neben dem Forschungszentrum Jülich sein. Damit wird in Zeiten internationaler Atomaufrüstung mit deutscher Beteiligung eine neue atomare Entwicklungsspirale eingeläutet mit sehr ungewissem Ausgang. Das ist die „Kompetenz“, die die Bundesregierung gerne bewahren möchte!

Es geht aber beim Ostermarsch nicht nur um Gronau, sondern auch um die grundsätzliche Friedenspolitische Richtung – und die läuft gerade in die völlig falsche Richtung: die USA und Russland haben den INF-Vertrag (Verbot des Besitzes, Produktion und Test von nuklearen Mittelstrecken-Raketen) gekündigt, Brexit-Chaos mit ungewissen Auswirkungen auf den Urenco-Urananreicherungs-Konzern, Anschaffung neuer atombombenfähiger Bundeswehr-Kampfjets für die US-Atombomben in Büchel (Rheinland-Pfalz)…

Der Aufruf ist bewusst auf die Anreicherungs-Problematik zugespitzt, die „anderen“ Themen und Standorte wissen wir bei unseren Friedensfreunden (z. B. atomwaffenfrei-jetzt) in guten Händen…

Der Gronauer Ostermarsch findet jedes Jahr Karfreitags von/ an der Gronauer Urananreicherungsanlage statt. Er wird organisiert vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und weiteren Gruppen und Einzelpersonen. Ganzjährig aktuelle Informationen zur Urananreicherungsanlage Gronau, Urantransporten oder Atomwaffen haben wir extern verlinkt.

Atommüllkonfi

Am Samstag, 16. Februar findet die 14. bundesweite Atommüllkonferenz von
11:00 bis 17:00 Uhr in der VHS Göttingen statt. Aktuelle Informationen
zum Programm und der Anreise gibt es unter:

http://www.atommuellkonferenz.de/

Für die Kalkulation des Raumbedarfs und der immer leckeren Verpflegung
bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter anmeldung@atommuellkonferenz.de

Die Atommüllkonferenz ist seit 2012 das fachlich-politische,
parteiunabhängige Forum für Betroffene und Akteure von Standorten, an
denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist.
Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer
Wissenschaftler*innen und von Vertreter*innen von Verbänden und NGOs,
die sich mit diesem Thema beschäftigen. Aber auch Privatpersonen, die
sich für die aktuelle Debatte interessieren, sind herzlich willkommen.
Wichtig ist uns eine Mischung aus Fakten, Erfahrungsaustausch und
Absprache gemeinsamer Positionen und Vorhaben.

Programm:
11.00 Uhr
Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr
Fachdiskussion
→ Die Standortsuche läuft – in die falsche
Richtung

12.00 – 13.00 Uhr
Arbeitsgruppen
→ Abschaltung – Stilllegung – Rückbau
→ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
→ Freimessen / Strahlenschutz

13.00 – 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr
Arbeitsgruppen
(Fortsetzung)

16.00 Uhr
Abschlussplenum
→ Ergebnisse und Aussicht

Atommüll – Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden! 9. März 2019 überregionale Demonstration in Ahaus

Derzeit lagern bundesweit mehr als 1000 Castor-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen in 3 zentralen und 12 dezentralen Zwischenlagern. Die Genehmigungen für Lager und Behälter sind auf jeweils 40 Jahre begrenzt, die letzte endet im Jahr 2047. Dann wird aber selbst nach den optimistischsten Prognosen kein tiefengeologisches Lager („Endlager“) in Betrieb sein, eine Lösung zur sicheren Entsorgung von Atommüll gibt es weder in Deutschland noch weltweit. Für eine „Dauer-Zwischenlagerung“ sind aber weder die bestehenden Gebäude noch die Behälter ausgelegt. Sie entsprechen schon jetzt nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Bundesregierung will jedoch einfach so weitermachen und die Aufbewahrungsfristen in den bestehenden Lagern verlängern. Zugleich laufen mehrere Atomkraftwerke, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelemente-Fabrik in Lingen weiter. Dagegen ist Widerstand erforderlich! (mehr…)

Artikel zum neuesten Störfall in Jülich in den Aachener Nachrichten

Reaktion eines ehemaligen Mitarbeiters des AVR auf den Artikel:

Ja, das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Vlt. bei DWR nicht ganz so häufig.
Ich erinnere mich an eine Sache im AVR-Betrieb, als man eine Blechdose unter eine leckende heisse Ölleitung stellte, um Abschaltung herauszuzögern. Nach Selbstentzündung ist die Turbinenwarte abgebrannt. Das meiste kommt nicht an die Öffentlichkeit.

aus Aachener Nachrichten

Mittwoch, 30. Januar 2019 · Nummer 25

Altreaktor 16 Stunden ohne Kontrolle

Jülich: Mitarbeiter trennt offenbar genervt von Meldungen Verbindung des stillgelegten Meilers zum Kontrollzentrum

VON VOLKER UERLINGS

JÜLICH Menschliches Versagen hat im stillgelegten Jülicher Atommeiler AVR (Arbeitsgemeinschaft Versuchs- reaktor) ein „meldepflichtiges Ereignis“ nach Atomgesetz ausgelöst: Im vergangenen Jahr blieb Ende August das Kontrollzentrum 16 Stunden lang „blind“. In dieser Zeit konnten keine Störmeldungen aus der Anla- ge in der Warte empfangen werden, weil ein Mitarbeiter ein Kabel durchtrennt und damit die Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage unterbunden hatte. Das bestätigte die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH ( JEN) auf An- frage unserer Zeitung.

Die Meldung der JEN GmbH an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) liegt der

Redaktion vor und erklärt den Vorfall so: „Am 26.08.2018 kam es zu einem gehäuften, sich wiederholenden An- sprechen einer Störmeldung.“ Diese sei als „nicht relevant“ bewertet wor- den. Da die Meldung so häufig auftrat, dass die „übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört war“, sei an diesem Sonntag in Absprache mit der Ingenieurrufbereitschaft ent- schieden worden, sie temporär zu unterdrücken. Kurzerhand habe ein Mitarbeiter der Fachrufbereitschaft ein Kabel durchtrennt, über das die offenbar nervenden Störmeldungen den Weg in die Kontrollwarte fanden.

Damit wurden aber letztlich alle Störmeldungen im früheren Meiler unterdrückt, zumal diese wichtige Kommunikationsfunktion auch nach dem Durchtrennen des Kabels nicht geprüft worden sei, heißt es in
der Störmeldung weiter. 16 Stunden danach wurde die Verbindung wieder hergestellt. „Das war menschliches Versagen und nicht korrekt“, sagte JEN-Pressesprecher Jörg Krie- wel im Gespräch mit unserer Zeitung. Dennoch verweist er darauf, dass durch den Vorfall in dem „kernbrennstofffreien“ Gebäude keine gefährliche Situation entstanden sei. Die Mechanismen, die vor Bränden oder „Eingriffen von außen“ schützen sollen, waren laut Kriewel nicht betroffen. Insgesamt stufte die JEN den Vorfall auf der internationalen Bewertungsskala INES im Bereich 0 (von 7) ein; das steht für „Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung“. Das Bundesamt habe sich dieser Einschät- zung angeschlossen.

Nach einem TÜV-Gutachten werden aber nun einige Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass sich ein ähnlicher Vorfall wiederholt. Zusätzliche Schulungen, eine deutlich verbesserte Dokumentation der Störmeldeanlage und elektronische Sicherheitsmaßnahmen zählen laut JEN-Sprecher dazu.

Der frühere Reaktorkern befindet sich in einem separaten Zwischenla- ger mehrere hundert Meter entfernt auf dem Jülicher Gelände. Im Altgebäude, das von innen nach außen zurückgebaut wird, befinden sich aber zum Beispiel noch mit radioaktiver Strahlung kontaminierte Abschirmungen.

Das Antiatomplenum Köln hat den Vorfall in einem Bericht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit entdeckt und verurteilt diesen „höchst fahrlässigen Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage aufs Schärfste“.

Fragen zum Brand in Lingen

Liebe Mitstreiter für eine Zukunft ohne Atomkraft,

bereits vor Weihnachten sind über Mandatsträger folgende Fragen an die Landesregierung gestellt worden. Sie wurden bis heute nicht beantwortet. Aber man will ANF wieder in Betrieb nehmen ohne uns zu informieren.

Nachdem Brand in der Brennelementefabrik am 6.12.2018 wurde ein möglicher Störfallablauf in der Unweltausschusssitzung des Niedersächsischen Landtages genannt, die am LT 12.12.2018 als Wasserstoffexplosition erklärt wurde. (6 Tage nach dem Brand) (mehr…)

Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen NRW

Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen NRW

Pressemitteilung, Köln, Ahaus, Jülich, 28.1.19

Anti-Atom-Initiativen in NRW rufen zu Atommüll-Demo in Ahaus am 9. März auf
Vernetzung und internationaler Protest gegen atomare Risiken

Am Samstag, 26.1.19 trafen sich VertreterInnen der
nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen und des
Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zu ihrer
Landeskonferenz in Köln, um sich über die aktuellen Entwicklungen an den
Atomstandorten in NRW und an den Landesgrenzen auszutauschen und
Protest-Aktionen zu organisieren. Für das Frühjahr sind Proteste in
Ahaus, Gronau und Köln geplant.

Endloses Desaster bei Atommülllagerung – große Demo am 9. März in Ahaus

Besonders an den Standorten Jülich und Ahaus wird deutlich, wie groß das
Atommüll-Desaster inzwischen ist: In Ahaus läuft 2036 die Genehmigung
für die Zwischenlager-Halle und die ersten Castorbehälter aus. Ein
verantwortungsvolles und aktuellen Sicherheitsstandards entsprechendes
Lagerungskonzept gibt es nicht. Stattdessen sollen dieses Jahr aus
Jülich, wo seit Jahren die Genehmigung für das Zwischenlager fehlt, 152
weitere Castoren nach Ahaus kommen. Ebenso sind Castortransporte nach
Ahaus mit atomwaffenfähigem Atommüll aus Garching bei München für den
Sommer angekündigt. Die Landeskonferenz der
NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen ruft deswegen zur Teilnahme an einer
überregionalen Demonstration am 9. März in Ahaus auf, Auftakt ist um 12
Uhr am Bahnhof. Es soll für neue, möglichst sichere
Zwischenlager-Konzepte und gegen weitere Castortransporte demonstriert
werden.„Die derzeitige Konzeptlosigkeit der verantwortlichen Stellen
führt dazu, dass aus Zwischenlagern Endloslager werden.“ so die
Initiativen. An den Demo-Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen auch
große Verbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), „.ausgestrahlt“, der BBU und das Umwelt-Institut München.

Tihange und Euratom im Blick – Proteste in Gronau, Köln, Brüssel

Auch über die benachbarten Risse-AKW in Tihange und Doel sowie deren
Belieferung aus der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Lingener
Brennelementefabrik (Niedersachsen) wurde auf der Landeskonferenz
diskutiert. Die Gefährdung der Bevölkerung durch die maroden Atommeiler
wird durch Brennstoffexporte aus der Bundesrepublik noch befeuert –
trotz angeblichem deutschem „Atomausstieg“. Traditionell wird für den
Karfreitag, 19.4., wieder der Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage
Gronau von Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen organisiert.

Am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wollen die
NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen am 26. April in Köln vor der
Niederlassung des „Engie-Konzern“, der die AKW Tihange und Doel
betreibt, demonstrieren, zeitgleich mit belgischen Verbündeten vor dem
Engie-Hauptsitz in Brüssel.

Angesichts der konkreten Gefahren wird der immer noch gültige
Euratom-Vertrag von 1957, der in seiner Präambel die Förderung von
Atomenergie vorsieht, von den Anti-Atomkraft-Initiativen als große
Hemmschwelle für einen europaweiten Atomausstieg und eine umfassende
Energiewende gesehen. Durch den antiquierten Euratom-Vertrag müssen alle
MitgliedsstaatenForschung für neue AKW in der EU mitfinanzieren. Mit
ihren überregional und international vernetzten Protesten will die
Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen diesen konkreten Gefahren
und politischen Missständen engagierten Protest entgegensetzen: „Wir
brauchen einen umfassenden Atomausstieg statt weitere
Atommüllproduktion, Geldverschwendung und grenzübergreifenden Risiken“
lautet das Resümee der Landeskonferenz der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen.

Kontakt für Rückfragen / weitere Informationen:

Udo Buchholz (AKU Gronau / BBU): 02562-23125
Jens Dütting (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): 0176-28368325

https://atommuell-protest.de

https://bbu-online.de

„Kontrollzentrale im Altreaktor 16 Stunden lang blind“

Laut „Aachener Zeitung“ war die Kontrollzentrale am AVR Reaktor 16 Stunden lang abgeschaltet. Durch menschliches Versagen sei ein meldepflichtiges Ereignis ausgelöst worden und die Kontrollzentrale blind.

Störfall AVR Reaktor in Jülich am 26.08.18

Bereits am 26.08.18 gab es einen Störfall beim AVR, dem Versuchsreaktor, der schwer verunfallte und stillgelegt wurde.
Aus einer Veröffentlichung des BFE (Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit), die uns erst jetzt bekannt wurde:

Unterbrechung der Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage zur Warte
Die Anlage ist stillgelegt und befindet sich im Abbau. Aufgrund eines gehäuften, sich wiederholenden Ansprechens einer Störmeldung, die für den aktuellen Betriebszustand als nicht relevant bewertet wurde, die aber die übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört hatte, wurde entschieden, die Meldung temporär zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurde eine entsprechende Kabelverbindung getrennt. Bei einem am nachfolgenden Tag durch- geführten betrieblichen Vorgang wurde festgestellt, dass eine zu erwartende Meldung auf der Gefahrenmeldeanlage unterblieben war. Die getrennte Verbindung wurde wieder hergestellt und die Gefahrenmeldeanlage funktionierte wieder ordnungsgemäß. Die Ursache für die Fehlhandlung (Trennung der Kabelverbindung) war die nicht korrekte Interpretation der gehäuft auftretenden Störmeldung. Im vorliegenden Fall gab es keine Auswirkungen auf den Abbaubetrieb der Anlage. Es handelt sich um ein Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung). Der Betreiber hat es in die Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala INES eingestuft (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische, bzw. keine radiologische Bedeutung).

Dieser höchst fahrlässige Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage verurteilen wir aufs Schärfste und haben eine Anfrage an das BFE nach Informationsfreiheitsgesetz gestellt, was das überhaupt für ein Störfall war und wie die Mitarbeiter dazu kamen die Anlage einfach stillzulegen.
Selbstverständlich veröffentlichen wir es an dieser Stelle, wenn wir Antwort erhalten haben.

Grusswort von Fin de Nucleaire zur LAKO

Grußwort zur Landeskonferenz der Anti Atom Initiativen NRW

Am 25. Juni 2017 schlossen sich 50.000 Menschen zusammen, um die Schließung des Atomkraftwerks in Tihange zu fordern. Die Anzahl der Demonstranten hat vieleüberrascht. Bemerkenswert war aber auch die mangelnde Reaktion der offiziellen Politik als Folge dieses außergewöhnlichen Ereignisses. Es gibt Gründe für die scheinbare Lethargie der Führer unseres Landes angesichts dieser Volksdemonstration, vielleicht ausgehend von einem Schuldgefühl, das durchaus angemessen wäre.

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