Archiv für Juli 2012

Atommülltransport in die U.S.A.

Am 25.7.12 fand nach Angaben von Atomkraftgegnern der Abtransport von zwei Atommüll-Behältern aus dem GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht statt.

Protestplakat am 10.08.2010 vor der GKSS

Es soll sich um 25 abgebrannte Brennstäbe aus dem ehemaligen Forschungsreaktor “FRG 1″ handeln, die heute abend (Dienstag) um 20.30 Uhr mit zwei LKW abtransportiert werden soll. Bestimmungsort ist die USA, vermutlich findet eine Verschiffung über den Hamburger Hafen statt.

Der Forschungsreaktor mit fünf Megawatt Leistung war bis Ende Juni 2010 in Betrieb. Nach nun zweijähriger Abklingzeit können die verbrauchten Brennstäbe zum Lieferanten, den Vereinigten Staaten, zurückgebracht werden. Zwischen 2000 und 2010 war der FRG-1 der älteste laufende Reaktor Deutschlands. Die produzierten Neutronen wurden ausschließlich für die Grundlagenforschung in den Materialwissenschaften und der Medizin verwendet. Der Rückbau der Anlage soll voraussichtlich zehn Jahre dauern und rund 150 Millionen Euro kosten.

In der Vergangenheit hatten Atomkraftgegner gegen den Abtransport von Atommüll protestiert: Auch in den USA ist eine Lösung für das Entsorgungsfiasko nicht in Sicht, daher dient dieser Atommüll-Export nicht einer tatsächlichen “Entsorgung”. Auf dem Gelände der GKSS, wo einst nukleare Schiffsreaktoren entwickelt wurden, lagern noch unbestimmte Mengen radioaktiver Abfälle. Um eine Bestandsaufnahme durchzuführen, soll im September eine öffentliche Veranstaltung bei der GKSS stattfinden.

Die Anlagen in Geesthacht, zwei Forschungsreaktoren und das AKW Krümmel, werden verdächtigt, Auslöser für das weltweit größte Cluster an kindlicher Leukämie zu sein. Die KIKK-Studie hatte 2007 nachgewiesen, dass die Erkrankungsrate um AKW generell erhöht ist.
(Quelle:www.contratom.de)

atomwaffenfrei.jetzt

„Atomwaffen sind unbenutzbar, unmoralisch und illegal. Dies gerade auch und vor allem wegen der weitreichenden Folgen eines Atomwaffeneinsatzes für Mensch und Umwelt.“

In Deutschland und Europa lagern immer noch Atomwaffen. In Büchel in Rheinland-Pfalz 10-20 Bomben, in Volker (Niederlande) 10-20 Bomben, in Klein Brogel in Belgien ebenfalls. Warum? Welche Folgen hat ein Atomwaffeneinsatz? Dies erläutert an diesem Abend Marion Küpker vom Trägerkreis „atomwaffenfrei.jetzt“. Ein Ziel der von ihr vorgestellten Trägerkreiskampagne ist die weltweite Ächtung von Atomwaffen durch einen juristisch verbindlichen Vertrag, so wie es bei anderen Massenvernichtungswaffen bereits geschehen ist. Weiterhin wird Marion Küpker zu der Trägerkreis-Blockade im Sommer 2013 am Atomwaffenstützpunkt Büchel (bei Koblenz) mobilisieren.

Marion Küpker, Koordinatorin der gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen und gewählte internationale Koordinatorin für/gegen Atom- und Uranwaffen des DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen), setzt sich für den Abzug der in Europa stationierten Atomwaffen ein.

atomsiches Café
1. August 2012, 20.00 Uhr
Vortrag, Marion Küpker (DFG-VK)

weitere Informationen: atomisches Café Köln

Die Atombombe und der Mensch

Die Ausstellung „Die Atombombe und der Mensch“, die vom Japanischen Verband der Atombombenopfer, Nihon Hidankyo, erstellt wurde, umfasst eine Serie von 40 Bildern und Texten, die Zeugnis ablegen, vom Leid und der Zerstörung, die die Atombombe über die Menschen in Hiroshima und Nagasaki, aber auch an anderen Orten dieser Welt wo Kernwaffen getestet wurden, gebracht hat.

Die Städte Hiroshima und Nagasaki wurden am 6. und 9. August 1945 durch Atombombenabwürfe vernichtet. Aus Gedenken an diese Taten zeigt das „atomische Café in der Zeit vom 1. bis 4. August einen Teil der Ausstellung „Die Atombombe und der Mensch“.

Die Ausstellung ist geöffnet:
Mittwoch 1.8. ab 19 Uhr (Eröffnung | Vortrag über Atomwaffen)
Donnerstag 2.8.: 17.00- 20.00 Uhr
Freitag 3.8.: 17.00- 20.00 Uhr
Samstag 4.8.: 15.00- 20.00 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung des „Arbeitskreises Hiroshima- Nagasaki“ und des Friedensbildungswerks Köln

weitere Informationen: atomisches Café Köln

4 Anti-Atom Aktivisten verhaftet in Weissrussland

12435 Berlin

E-Mail: germany@mfa.gov.by
Fax: 030/536 359 23

Verhaftung von vier Atomkraftgegnern

Sehr geehrter Herr Giro,

das Anti- Atom -Plenum Köln hat erfahren, dass vier unserer friedlichen Mitstreiter für eine atomkraftfreie Welt gestern in Minsk verhaftet worden sind während sie von ihrem Menschenrecht Gebrauch machten und eine Petition an die Regierung von Belarus vorbereiteten gegen das geplante neue Atomkraftwerk bei Astravetz.

Es handelt sich um

den russischen Staatsbürger, Kernphysiker und Journalist Herrn Andrey Ozharkovskiy,

die Belarussische Staatsbürgerin und Journalistin Tatjana Novikova ,

die Vorsitzende der Umweltorganisation EcoDom Irina Sukhy und

der Menschenrechtsbeobachter Herr Michael Matskevich.

Sie haben ihre Meinung frei geäußert wie es ihnen der Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtscharta garantiert und Artikel 19 der Universalen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

Andrey Ozharkovskiy ist von Greenpeace eingeladen am 22. Juli an einem Anti-Atom-Camp in Polen bei Lubiatowo teilzunehmen, an dem auch zahlreiche deutsche Anti-Atom-Aktivisten teilnehmen werden.

Wir bitten die Regierung von Belarus alles in ihrer Macht stehende zu tun um die vier Aktivisten unverzüglich frei zu lassen und Ihnen keine weiteren Sanktionen aufzubürden.

.

Mit freundlichen Grüßen

Anti-Atom Plenum Köln

Neuigkeiten am 28.7.12:

Alle in Weissrussland festgenommene AKW GegegnerInnen sind wieder frei
gekommen. Vom zur Zeit laufenden Anti Atom Camp in Lubiatowo an der
Ostsee in Polen sollen 300 Menschen versammelt sein. Sie hatten einen
Solidaritätsbrief an die Inhaftierten in Weissrussland geschrieben. in
dem Anti Atom Lager sind ältere schon länger aktive
AtomkraftgegnerInnen und neue junge, die gerade erst aktiv geworden
sind.

Am Sonntag wird es eine Anti Atom Demo in Gdansk / Danzig geben.

Grossdemo in Tokio

16. Juli 2012, 11:53 Uhr

Tokio
Zehntausende Japaner demonstrieren gegen Atomkraft

Aus allen Regionen des Landes kamen sie in die Hauptstadt: Zehntausende
Japaner haben in Tokio gegen die Rückkehr zur Atomkraft protestiert.
Der Veranstalter sprach von bis zu 200.000 Demonstranten. (Spiegel vom 16.7.12)
16. Juli 2012, 11:53 Uhr

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/tokio-zehntausende-japaner-demonstrieren-gegen-atomkraft-a-844581.html

Atomkraftwerk Tihange leckt radioaktives Wasser

Keine 157 km westlich von Köln liegt der belgische Uraltreaktor Tihange. Jetzt kam heraus, dass er seit Jahren radioaktives Wasser verliert.

Bei einem schwerwiegenderen Störfall liegen wir übrigends in Köln schön in der Windrichtung unsreres Wetters,dass ja oft von Westen kommt…

http://www.limburger.nl/article/20120712/REGIONIEUWS06/120719804

Atomisches Cafe

atomisches Café am Mi., den 1. August 2012

lc36
ludolf-camphausen-str.36 (nähe west-bahnhof)
20:00 Uhr

-atomwaffenfrei.jetzt Vortrag, Marion Küpker (DFG-VK)

-Die Atombombe und der Mensch Ausstellung

-Mittwochsproben blues | pop

-Joseph-Beuys-Salon

Petition gegen Atomkraftwerk Oi/ Japan

Unterschreibt die Petition gegen das Wiederanfahren des Atomreaktors Oi in der Nähe von Kyoto.
Die Unterschriften sollen dem Governeur der Region und dem zuständigen Minister in der Regierung Noda von Japan übergeben werden.

Internationaler Druck könnte da helfen!

http://www.change.org/en-GB/petitions/the-governor-of-kyoto-safeguard-kyoto

KEIN ATOMMÜLL IN DIE U.S.A

PRESSEMITTEILUNG

KEIN ATOMMÜLL IN DIE USA

Das Anti-Atom-Plenum Köln begrüsst die Bemühungen des Jülicher Forschungszentrums zu einer Alternative zu den zuvor angekündigten,aber unnötigen und gefährlichen Transporten nach Ahaus zu kommen.

Leider stellt die neue Lösung keine Verbesserung der Lage dar. Die Transporte egal wohin sind ein unkalkulierbares Risiko!

In den USA gibt es bekanntlich auch kein atomares Endlager!

Ausserdem ist die als Rücktransport getarnte Verklappung des Atommülls im Ausland aus Jülich ein Skandal und eigentlich im deutschen Recht nicht vorgesehen.

Das AAPK kündigt seinen energischen Protest an gegen jegliche Transporte des Atommülls aus Jülich solange keine Lösung des Atommüllproblems vorliegt.

--
AAPK
Anti_Atom_Plenum Köln

www.antiatomplenum.blogsport.de

Neues vom Katastrophenreaktor Jülich

Pressemitteilungdes FZ Jülich:

http://www.fz-juelich.de/SharedDocs/Meldungen/PORTAL/DE/2012/12-07-06neue-option.html

Anmerkungen zur Pressemitteilung:

In den USA gibt es aufgrund militärischer Graphitreaktoren verhältnismässig viel ähnlichen Atommüll.

Außerdem hatten die USA auch zwei HTR, keine Kugelhaufenreaktoren, aber Reaktoren mit einer im Prinzip ähnlichen Brennelementzusammensetzung.

Von daher könnten die USA – bei entsprechender Bezahlung – bereit sein, den Jülicher Atommüll zu übernehmen. Ob die Lagerung dort unseren Ansprüchen genügen würde, ist eine andere Frage.

Die in der Jülicher Pressemitteilung genannte Begründung, die USA wollten den gelieferten Kernbrennstoff aus Proliferationsgründen zurückholen, dürfte angesichts des Abbrandzustand kaum der zentrale Beweggrund sein.

Ein Transport in die USA stellt keinerlei Lösung dar und ist ebenso unsinnig wie ein Transport nach Ahaus!