Archiv für Oktober 2014

Brennelementefabrik in Lingen von Atomkraftgegner_innen blockiert

Brennelementefabrik in Lingen von Atomkraftgegner_innen blockiert

Rund 20 Atomkraftgegner_innen blockieren heute die Zufahrt der
Brennelementefabrik in Lingen mit einer Sitzblockade. Sie fordern die
sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit. Speziell produziert
Areva (ANF Advanced Nuclear Fuels) mit den Uranbrennelementen sozusagen
den Treibstoff für Atomkraftwerke. (mehr…)

Presseerklärung zum Atomtransport durch Köln

Dauergefährdung Atomtransporte

Erneut hat ein Güterzug mit atomarer Fracht das Stadtgebiet von Köln überquert. Am frühen Morgen um 6.00h passierte der Zug mit 9 Containern Uranerzkonzentrat das Kölner Stadtgebiet wie auf dem angehängten Video zu sehen ist. Das ist bereits der fünfte Urantransport innerhalb weniger Wochen, und zum wiederholten Male waren weder die Stadt Köln noch die Bevölkerung informiert worden, so Klaus Müller vo der Iniative Anti-Atom Plenum Köln. Erneut handelt es sich bei diesem Transport um Uranerzkonzentrat aus Kasachstan oder Usbekistan, das über St. Petersburg und den Hamburger Hafen zur Weiterverarbeitung in das südfranzösische Narbonne transportiert wird. Deutschland fungiert hierbei nur als Transitland, eine Belieferung der Urankon-versionsanlage in Narbonne wäre aber auch über einen französischen Hafen möglich. Müller fordert deshalb die rot-grüne Landesregierung auf, entsprechend ihrer Koalitionsvereinbarung aktiv zu werden, nach der „unnötige“ Atomtransporte verboten werden sollen.

Wie einem Artikel aus der „Zeit“ zu entnehmen ist, sind zahlreiche Stellen der Transportstrecke völlig marode und müssen dringend ausgebessert werden. Ein Unfall mit einem Atomzug hätte unabsehbare Folgen besonders im stark besiedelten Köln.
http://www.zeit.de/mobilitaet/2014-09/eisenbahnbruecken-deutsche-bahn

In Frankreich wird das Uranerzkonzentrat (Yellow Cake) in das hochgiftige Uranhexafluorid umgewandelt, um es in dieser Form zur Urananreicherungsanlage nach Gronau bei Münster zu transportieren. Auch diese Transporte finden ohne vorherige Information der Bevölkerung oder der örtlichen Katastrophenschutz-behörden statt und werden auch nicht von Sicherheitskräften begleitet.

Ein Unfall mit diesen Substanzen in einer dicht besiedelten Region wie Köln hätte verheerende Folgen für die Anwohner, so Müller weiter. Das betrifft insbesondere sensible Einrichtungen wie Altenheime und Kindergärten, die umgehend evakuiert werden müssten. Das Anti_Atom Plenum Köln kündigt an, erneut einen entsprechenden Antrag vorzubereiten, mit dem der Rat der Stadt Köln aufgefordert wird, sich gegen Atomtransporte auszusprechen und vorherige Informationen darüber einzufordern.

Vgl. Artikel ZEIT ONLINE vom 28. Mai 2014
http://www.zeit.de/hamburg/aktuell/2014-05/28/atom-zahl-der-sicherheitsmaengel-bei-atomtransporten-gestiegen-28114003/komplettansicht

Vgl. www.umweltfairaendern.de
Vgl. www.robinwood.de

Die Videos aus Köln hier:

Video1

Video 1

http://www.youtube.com/watch?v=lhoQvkkJzog&feature=youtu.be

Video 1/Lok

http://www.anti-atom-aktuell.de//archiv200/filme/Lok1.divx
Video 1/Zug

http://www.anti-atom-aktuell.de//archiv200/filme/Zug2.divx

Video 2:
Video 2

http://www.youtube.com/watch?v=s9u2avyALCM&feature=youtu.be

Hier ein Foto von Anti-Atom Bonn von der Durchfahrt durch Bonn:

*Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen am 10. Oktober 2014 in Halle (Saale)*

*Prozess gegen Anti-Atom-AktivistInnen am 10. Oktober 2014 in Halle (Saale)*

_Prozesstermin_*: *10.Oktober 2014um 9:00 Uhr im Justizzentrum Halle,
Thüringer Straße 16, Saal X 0.1, X.0.2

_Fortsetzungstermin_: 29.Oktober 2014um 9:00 Uhr ebd.

* * * * * * * *
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Erklärung zum Kippen des AVR Reaktors in Jülich

Die aktuelle Diskussion um die USA-Verschiebung der Jülicher Castoren drängt einen anderen nuklearen Problembereich zu sehr in den Hintergrund:
Der mit 2100 Tonnen extrem schwere und hochgradig u.a. mit Strontium-90, Cäsium-137 und Kohlenstoff-14 radioaktiv belastete AVR-Atomreaktorbehälter neben dem Forschungszentrum Jülich soll ab November 2014 in einem riskanten und weltweit einzigartigen Verladeverfahren gekippt und 300 m weiter in eine unsichere Billig-Lagerhalle transportiert werden und dort 60 Jahre oder länger bleiben. Nach einem jahrelang vertuschten schweren Störfall im Jahr 1978 ist nämlich nicht nur der Reaktordruckbehälter (RDB) bis heute stark verstrahlt, sondern auch der Boden darunter. Der RDB kann wegen der Verstrahlung nicht zerlegt werden. Das enorme Gewicht des RDB und seine extrem hohes strahlendes Inventar stellen ein großes Sicherheitsrisiko bei dem geplanten Manöver dar. Andere Möglichkeiten, die radioaktive Bodenbelastung z. B. durch chemische Reinigung des Bodens zu beseitigen, sind vom Betreiber nie ausreichend geprüft worden. Bis heute ist die Bevölkerung über die konkreten Zeitpläne, Kosten und Maßnahmen der Verladung und Sanierung nicht hinreichend informiert.

In dieser Woche wurden uns weitere Neuigkeiten zu diesem Debakel zugespielt. Offenbar ist der Reaktorbehälter nicht ausreichend dicht und wird bei der Lagerung ständig radioaktiven Kohlenstoff-14 emittieren, sodass jetzt heimlich eine zusätzliche Genehmigung dafür beantragt werden musste. Weiterhin deuten sich Zusatzkosten bei der geplanten Bodensanierung in dreistelliger Millionenhöhe an. Wir fordern weitere Informationen.

Außerdem fragen wir, warum das vorgesehene Lager für den Reaktorbehälter den Sicherheitsanforderungen genügen soll, wenn andererseits nach Aussagen der Landesregierung ein Castorenlager in Jülich wegen Erdbebengefahr und Bodenverflüssigung nicht möglich sein soll.

Wir fordern Bundesregierung, NRW-Landesregierung, Forschungszentrum Jülich und AVR/EWN auf, zunächst eine umfassende Prüfung von Alternativen zur riskanten Verlagerung des stark verstrahlten Druckbehälters durchzuführen. Dazu muss die Verlagerung ausgesetzt werden. An dieser Alternativen-Prüfung muss die Bevölkerung intensiv beteiligt werden.

Ein genauer Zeitplan wurde trotz meherer Anfragen vom AAPK nicht veröffentlicht. Wir fordern eine unverzügliche Veröffentlichung.


AVR Hülle wurde bereits geöffnet

Gerichtsprozesse gegen Atomkraftgegner_innen / 14.10. Blockade der Brennelementefabrik in Lingen

Abfahrt in Köln:

8:00Uhr ab Kalk_Post (Linien 1und 9; S Bahn:S 12 bis Trimbornstrasse)
Bitte anmelden unter: antiatomplenumkoeln@gmx.de

AAPK
Anti_Atom_Plenum Köln

Graswurzelwerkstatt
c/o Gesundheitsladen
Venloer Str.46 / 50672 Köln

Presse: 0221-30.28.43.70

www.antiatomplenum.blogsport.de
www.antiatomkoeln.de

Im Herbst laden Aktivist_innen des Anti Atom Camps 2013 euch zu ihren
Gerichtsprozessen ein. Im Rahmen des Camps 2013 im Münsterland wurde
die einzige Zufahrt der Brennelementefabrik Lingen durch eine
Sitzblockade und eine Kletteraktion blockiert.

In der Anlage werden Brennelemente (quasi der „Treibstoff “) für
Atomkraftwerke in ganz Europa hergestellt. Sie ist nicht vom
sogenannten Atomausstieg betroffen und ist außerdem ein zentraler
Start- und Endpunkt von Atomtransporten in Deutschland.

Die Aktivist_innen erhielten Bußgeldbescheide, viele legten dagegen
Einspruch ein und einige davon werden nun vor Gericht verhandelt. Wir
wollen uns von der staatlichen Repression nicht einschüchtern lassen
und kommen deshalb wieder.

Am 8. November um 12 Uhr findet ein Perspektiventreffen „Wie legen
wir die Brennelementefabrik still?“ in Lingen statt. Der genaue Ort
wird auf der Homepage bekanntgegeben.

Am 14. Oktober wird die Anlage erneut blockiert! Treffpunkt ist 11
Uhr vor dem Amtsgericht. Wir freuen uns über alle die dabei sind.

Weitere Infos und eventuelle Verlegungen gibt es auf
www.nirgendwo.info/lingen

Verhandlungstermine
14. / 17. / 24. Oktober
7. / 14. November