Archiv für Januar 2019

Atommüll – Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden! 9. März 2019 überregionale Demonstration in Ahaus

Derzeit lagern bundesweit mehr als 1000 Castor-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen in 3 zentralen und 12 dezentralen Zwischenlagern. Die Genehmigungen für Lager und Behälter sind auf jeweils 40 Jahre begrenzt, die letzte endet im Jahr 2047. Dann wird aber selbst nach den optimistischsten Prognosen kein tiefengeologisches Lager („Endlager“) in Betrieb sein, eine Lösung zur sicheren Entsorgung von Atommüll gibt es weder in Deutschland noch weltweit. Für eine „Dauer-Zwischenlagerung“ sind aber weder die bestehenden Gebäude noch die Behälter ausgelegt. Sie entsprechen schon jetzt nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Bundesregierung will jedoch einfach so weitermachen und die Aufbewahrungsfristen in den bestehenden Lagern verlängern. Zugleich laufen mehrere Atomkraftwerke, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelemente-Fabrik in Lingen weiter. Dagegen ist Widerstand erforderlich! (mehr…)

Fragen zum Brand in Lingen

Liebe Mitstreiter für eine Zukunft ohne Atomkraft,

bereits vor Weihnachten sind über Mandatsträger folgende Fragen an die Landesregierung gestellt worden. Sie wurden bis heute nicht beantwortet. Aber man will ANF wieder in Betrieb nehmen ohne uns zu informieren.

Nachdem Brand in der Brennelementefabrik am 6.12.2018 wurde ein möglicher Störfallablauf in der Unweltausschusssitzung des Niedersächsischen Landtages genannt, die am LT 12.12.2018 als Wasserstoffexplosition erklärt wurde. (6 Tage nach dem Brand) (mehr…)

Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen NRW

Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen NRW

Pressemitteilung, Köln, Ahaus, Jülich, 28.1.19

Anti-Atom-Initiativen in NRW rufen zu Atommüll-Demo in Ahaus am 9. März auf
Vernetzung und internationaler Protest gegen atomare Risiken

Am Samstag, 26.1.19 trafen sich VertreterInnen der
nordrhein-westfälischen Anti-Atomkraft-Initiativen und des
Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) zu ihrer
Landeskonferenz in Köln, um sich über die aktuellen Entwicklungen an den
Atomstandorten in NRW und an den Landesgrenzen auszutauschen und
Protest-Aktionen zu organisieren. Für das Frühjahr sind Proteste in
Ahaus, Gronau und Köln geplant.

Endloses Desaster bei Atommülllagerung – große Demo am 9. März in Ahaus

Besonders an den Standorten Jülich und Ahaus wird deutlich, wie groß das
Atommüll-Desaster inzwischen ist: In Ahaus läuft 2036 die Genehmigung
für die Zwischenlager-Halle und die ersten Castorbehälter aus. Ein
verantwortungsvolles und aktuellen Sicherheitsstandards entsprechendes
Lagerungskonzept gibt es nicht. Stattdessen sollen dieses Jahr aus
Jülich, wo seit Jahren die Genehmigung für das Zwischenlager fehlt, 152
weitere Castoren nach Ahaus kommen. Ebenso sind Castortransporte nach
Ahaus mit atomwaffenfähigem Atommüll aus Garching bei München für den
Sommer angekündigt. Die Landeskonferenz der
NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen ruft deswegen zur Teilnahme an einer
überregionalen Demonstration am 9. März in Ahaus auf, Auftakt ist um 12
Uhr am Bahnhof. Es soll für neue, möglichst sichere
Zwischenlager-Konzepte und gegen weitere Castortransporte demonstriert
werden.„Die derzeitige Konzeptlosigkeit der verantwortlichen Stellen
führt dazu, dass aus Zwischenlagern Endloslager werden.“ so die
Initiativen. An den Demo-Vorbereitungen beteiligen sich inzwischen auch
große Verbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), „.ausgestrahlt“, der BBU und das Umwelt-Institut München.

Tihange und Euratom im Blick – Proteste in Gronau, Köln, Brüssel

Auch über die benachbarten Risse-AKW in Tihange und Doel sowie deren
Belieferung aus der Gronauer Urananreicherungsanlage und der Lingener
Brennelementefabrik (Niedersachsen) wurde auf der Landeskonferenz
diskutiert. Die Gefährdung der Bevölkerung durch die maroden Atommeiler
wird durch Brennstoffexporte aus der Bundesrepublik noch befeuert –
trotz angeblichem deutschem „Atomausstieg“. Traditionell wird für den
Karfreitag, 19.4., wieder der Ostermarsch zur Urananreicherungsanlage
Gronau von Anti-Atomkraft- und Friedensinitiativen organisiert.

Am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe wollen die
NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen am 26. April in Köln vor der
Niederlassung des „Engie-Konzern“, der die AKW Tihange und Doel
betreibt, demonstrieren, zeitgleich mit belgischen Verbündeten vor dem
Engie-Hauptsitz in Brüssel.

Angesichts der konkreten Gefahren wird der immer noch gültige
Euratom-Vertrag von 1957, der in seiner Präambel die Förderung von
Atomenergie vorsieht, von den Anti-Atomkraft-Initiativen als große
Hemmschwelle für einen europaweiten Atomausstieg und eine umfassende
Energiewende gesehen. Durch den antiquierten Euratom-Vertrag müssen alle
MitgliedsstaatenForschung für neue AKW in der EU mitfinanzieren. Mit
ihren überregional und international vernetzten Protesten will die
Landeskonferenz der Anti-Atomkraft-Initiativen diesen konkreten Gefahren
und politischen Missständen engagierten Protest entgegensetzen: „Wir
brauchen einen umfassenden Atomausstieg statt weitere
Atommüllproduktion, Geldverschwendung und grenzübergreifenden Risiken“
lautet das Resümee der Landeskonferenz der NRW-Anti-Atomkraft-Initiativen.

Kontakt für Rückfragen / weitere Informationen:

Udo Buchholz (AKU Gronau / BBU): 02562-23125
Jens Dütting (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen): 0176-28368325

https://atommuell-protest.de

https://bbu-online.de

„Kontrollzentrale im Altreaktor 16 Stunden lang blind“

Laut „Aachener Zeitung“ war die Kontrollzentrale am AVR Reaktor 16 Stunden lang abgeschaltet. Durch menschliches Versagen sei ein meldepflichtiges Ereignis ausgelöst worden und die Kontrollzentrale blind.

Störfall AVR Reaktor in Jülich am 26.08.18

Bereits am 26.08.18 gab es einen Störfall beim AVR, dem Versuchsreaktor, der schwer verunfallte und stillgelegt wurde.
Aus einer Veröffentlichung des BFE (Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit), die uns erst jetzt bekannt wurde:

Unterbrechung der Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage zur Warte
Die Anlage ist stillgelegt und befindet sich im Abbau. Aufgrund eines gehäuften, sich wiederholenden Ansprechens einer Störmeldung, die für den aktuellen Betriebszustand als nicht relevant bewertet wurde, die aber die übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört hatte, wurde entschieden, die Meldung temporär zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurde eine entsprechende Kabelverbindung getrennt. Bei einem am nachfolgenden Tag durch- geführten betrieblichen Vorgang wurde festgestellt, dass eine zu erwartende Meldung auf der Gefahrenmeldeanlage unterblieben war. Die getrennte Verbindung wurde wieder hergestellt und die Gefahrenmeldeanlage funktionierte wieder ordnungsgemäß. Die Ursache für die Fehlhandlung (Trennung der Kabelverbindung) war die nicht korrekte Interpretation der gehäuft auftretenden Störmeldung. Im vorliegenden Fall gab es keine Auswirkungen auf den Abbaubetrieb der Anlage. Es handelt sich um ein Ereignis der Meldekategorie N (Normalmeldung). Der Betreiber hat es in die Stufe 0 der internationalen Bewertungsskala INES eingestuft (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische, bzw. keine radiologische Bedeutung).

Dieser höchst fahrlässige Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage verurteilen wir aufs Schärfste und haben eine Anfrage an das BFE nach Informationsfreiheitsgesetz gestellt, was das überhaupt für ein Störfall war und wie die Mitarbeiter dazu kamen die Anlage einfach stillzulegen.
Selbstverständlich veröffentlichen wir es an dieser Stelle, wenn wir Antwort erhalten haben.

Grusswort von Fin de Nucleaire zur LAKO

Grußwort zur Landeskonferenz der Anti Atom Initiativen NRW

Am 25. Juni 2017 schlossen sich 50.000 Menschen zusammen, um die Schließung des Atomkraftwerks in Tihange zu fordern. Die Anzahl der Demonstranten hat vieleüberrascht. Bemerkenswert war aber auch die mangelnde Reaktion der offiziellen Politik als Folge dieses außergewöhnlichen Ereignisses. Es gibt Gründe für die scheinbare Lethargie der Führer unseres Landes angesichts dieser Volksdemonstration, vielleicht ausgehend von einem Schuldgefühl, das durchaus angemessen wäre.

(mehr…)

Landeskonferenz der Anti Atom Initiativen NRW in Köln

AAPK
Anti_Atom_Plenum Köln
c/o
Naturfreundehaus Kalk
Kapellenstrasse 9a
51103 Köln-Kalk

Presse: 0221-30.28.43.70

www.antiatomplenum.blogsport.de
www.antiatomkoeln.de

Betreff: Einladung Lako Termin

Einladung zur Landeskonferenz der Anti Atom Initiativen NRW

Termin: 26.1.2019 12Uhr

In Köln: *Kapellenstraße 9 a, 51103 Köln-Kalk

Einladung zur Lako 26 Jan 2019.pdf

Liebe Anti Atom Aktivisten Innen,

wir laden euch herzlich ein zum nachweihnachtlichen Linsensuppenessen mit Lako Einlage. Georg kocht.Rainer backt.
Einige Themen haben sich seit dem letzten Treffen angesammelt:

Vorschläge zu TOPs:

- Demo in Köln vor Tihangebetreiber ENGIE 26.4. Tschernobyltag (parallel zu Anti Atom Demo in Brüssel ebenfalls vor ENGIE)

-Euratom Karlsruhe

-Atomtransporte

-Tihange

-Jülich Atommüll

-Lagerung Reaktor Jülich

-Demo Ahaus
- eure Ideen
-Ostermarsch Gronau

Vorschläge erwünscht!

Bitte weiterleiten und anmelden unter: antiatomplenumkoeln@gmx.de
antiatomplenumkoeln@gmx.de

Euer Zuckerbäckerteam

Georg, Rainer ,Harry, Georg

Einladung

Einladung zur Lako 26 Jan 2019.pdf

aktuell Blockade vor Brennelementefabrik

Liebe Freundinnen und Freunde,

seit dem frühen morgen wird die Brennelementefabrik Lingen des französischen Konzerns Framatome mit Tripods blockiert. Aktuell wartet man vor Ort noch auf ein Höheninterventionsteam der Polizei aus Hannover. Obwohl die MitarbeiterInnen ungehindert an der Blockade vorbeilaufen können, spricht die Polizei bereits jetzt von einer Nötigung… Ebenso wie am Samstag bei der Demo mit ca 200 Leuten ein übertriebenes Gerangel wegen eines Transparents auf dem Rathaus-Vordach angezettelt wurde. Genau das Rathaus, vor dem die Stadt Lingen im Dezember noch ein Demonstrationsverbot ausgesprochen hatte, weil der Rathaus-Vorplatz angeblich nicht öffentlich sei.
Deutlich wird aber: Der Widerstand gegen die Brennelemente-Produktion geht weiter und durch die Demo wurde deutlich, dass auch die Menschen in Lingen selber nicht mehr bereit sind, diese Uralt-Technologie vor ihrer Haustür hinzunehmen. Denn ca. 200 DemonstrantInnen ohne Bus-Anreisen sind sicher nicht alle nur von Auswärts, wie jetzt in der Lingener Zeitung diskutiert wird.

Alle Infos zur Blockade auf https://www.contratom.de/ und https://twitter.com/urantransport
Pressemitteilung zur Demo auf https://www.lingen-demo.de/


Bild der Blockade

19. Januar 2019 Anti-Atomkraft-Demo in Lingen 13:00 Uhr

Liebe Mitstreiter für eine Zukunft ohne Atomkraft,

wie bekannt ist, ruht der Betrieb bei der Brennelementefabrik ANF oder Framatome. Am 19.1.1978, also vor genau 40 Jahren, wurde die Produktion aufgenommen. Daher wollen wir am 19.1.2019 protestieren. Der Betrieb darf nach dem Störfall am 6.12.2018 nicht wieder
aufgenommen werden.

19. Januar 2019 Anti-Atomkraft-Demo:


40 Jahre Brennelemente-Produktion sind genug – Rückbau von Brennelementen statt Exporte

Treffpunkt: 13 Uhr, Bahnhof Lingen. Auftaktkundge­bung mit Musik von Liederma­cher Gerd Schinkel. Danach De­monstrations­zug durch die Innenstadt.

Seit 40 Jahren wird in der Lingener Brennele­mentefabrik Nuklearbrennstoff für Atom­kraft­werke (AKW) in aller Welt hergestellt – z. B. für die Riss-Reaktoren in Belgien oder Uraltmeiler wie Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze. Damit ver­bunden sind zahl­lose ge­fährliche Atom­transporte von und nach Lin­gen, quer durch das Emsland, durch Nieder­sachsen und NRW, durch die Nie­der­lande und durch andere Regionen. Da­mit muss endlich Schluss sein!

Und nicht nur die Brennelemen­tefabrik birgt in Lingen Gefahren. Uns bedro­hen die Reste des ersten AKW,das noch immer laufende AKW Lin­gen 2 sowie das Cas­tor-Atommüll­lager beim AKW Lingen 2.

In der Lingener Brennelementefabrik wird bis­her ohne Lauf­zeit­begren­zung produziert. Betrieben wurde die Anlage ursprünglich von „Ex­xon Nuclear“, heute wird sie von der Framatome-Tochter Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) betrieben. Über den fran­zösischen Energieversor­ger Électricité de France (EDF; Mutterkonzern von Framatome) ist der französi­sche Staat maßgeb­lich an der Lingener Brennele­mentefabrik beteiligt und für sie verantwortlich. Da Rentablität der Lingener Brennelemente-Fabrik stand in Frankreich bereits mehrfach zur Diskussion, aktuell wird auch über eine (Teil-)Schließung der Lingener Brennelementefabrik nachgedacht, bzw. diese sogar als Begründung in französischen Neubau-Anträgen angeführt.