Russischer Staat will Umweltschützer mundtot machen

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
19. Juni 2019
Russischer Staat will Umweltschützer mundtot machen

• Drohende Gefängnisstrafe für Geschäftsführerin von Ecodefense
• NGO hat erfolgreich gegen russische Atom- und Kohlevorhaben gearbeitet
• Deutsche Partnerorganisationen stellen sich hinter Ecodefense

Sassenberg/Wendland/Kaliningrad, 19.6.2019 Eine Woche nach den massenhaften Festnahmen von Regierungskritikern in Russland bedrohen die Behörden des Landes nun auch die renommierte NGO Ecodefense, eine der ältesten Umweltorganisationen des Landes. Wie die deutschen Partnerorganisationen Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) und urgewald erfuhren, haben die russischen Behörden am 30. Mai fünf Strafverfahren gegen Ecodefense eingeleitet, bei denen der Geschäftsführerin Alexandra Korolewa eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren droht. Heute wurde bekannt, dass Korolewa in Deutschland politisches Asyl beantragt hat. (mehr…)

Anfrage zum neuesten Störfall am 26.8.2018 in Jülich beantwortet

Hier dokumentieren wir die Antworten auf unsere Fragen an das MWIDE und das BFE.
Weiterhin haben wir die Akte zu dem Vorfall bekommen.
Bei Interesse schicken wir sie euch gerne zu auch als e mail.
WIR ÜBERLEGEN STRAFANZEIGE GEGEN DIE VERANTWORTLICHEN MITARBEITER ZU STELLEN!

Anfrage 1

Anfrage 2

Anfrage 3

Anfrage 4

Artikel zum neuesten Störfall in Jülich in den Aachener Nachrichten

Reaktion eines ehemaligen Mitarbeiters des AVR auf den Artikel:

Ja, das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Vlt. bei DWR nicht ganz so häufig.
Ich erinnere mich an eine Sache im AVR-Betrieb, als man eine Blechdose unter eine leckende heisse Ölleitung stellte, um Abschaltung herauszuzögern. Nach Selbstentzündung ist die Turbinenwarte abgebrannt. Das meiste kommt nicht an die Öffentlichkeit.

aus Aachener Nachrichten

Mittwoch, 30. Januar 2019 · Nummer 25

Altreaktor 16 Stunden ohne Kontrolle

Jülich: Mitarbeiter trennt offenbar genervt von Meldungen Verbindung des stillgelegten Meilers zum Kontrollzentrum

VON VOLKER UERLINGS

JÜLICH Menschliches Versagen hat im stillgelegten Jülicher Atommeiler AVR (Arbeitsgemeinschaft Versuchs- reaktor) ein „meldepflichtiges Ereignis“ nach Atomgesetz ausgelöst: Im vergangenen Jahr blieb Ende August das Kontrollzentrum 16 Stunden lang „blind“. In dieser Zeit konnten keine Störmeldungen aus der Anla- ge in der Warte empfangen werden, weil ein Mitarbeiter ein Kabel durchtrennt und damit die Signalübertragung der Gefahrenmeldeanlage unterbunden hatte. Das bestätigte die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH ( JEN) auf An- frage unserer Zeitung.

Die Meldung der JEN GmbH an das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) liegt der

Redaktion vor und erklärt den Vorfall so: „Am 26.08.2018 kam es zu einem gehäuften, sich wiederholenden An- sprechen einer Störmeldung.“ Diese sei als „nicht relevant“ bewertet wor- den. Da die Meldung so häufig auftrat, dass die „übrige Überwachung der Anlage erheblich gestört war“, sei an diesem Sonntag in Absprache mit der Ingenieurrufbereitschaft ent- schieden worden, sie temporär zu unterdrücken. Kurzerhand habe ein Mitarbeiter der Fachrufbereitschaft ein Kabel durchtrennt, über das die offenbar nervenden Störmeldungen den Weg in die Kontrollwarte fanden.

Damit wurden aber letztlich alle Störmeldungen im früheren Meiler unterdrückt, zumal diese wichtige Kommunikationsfunktion auch nach dem Durchtrennen des Kabels nicht geprüft worden sei, heißt es in
der Störmeldung weiter. 16 Stunden danach wurde die Verbindung wieder hergestellt. „Das war menschliches Versagen und nicht korrekt“, sagte JEN-Pressesprecher Jörg Krie- wel im Gespräch mit unserer Zeitung. Dennoch verweist er darauf, dass durch den Vorfall in dem „kernbrennstofffreien“ Gebäude keine gefährliche Situation entstanden sei. Die Mechanismen, die vor Bränden oder „Eingriffen von außen“ schützen sollen, waren laut Kriewel nicht betroffen. Insgesamt stufte die JEN den Vorfall auf der internationalen Bewertungsskala INES im Bereich 0 (von 7) ein; das steht für „Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung“. Das Bundesamt habe sich dieser Einschät- zung angeschlossen.

Nach einem TÜV-Gutachten werden aber nun einige Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass sich ein ähnlicher Vorfall wiederholt. Zusätzliche Schulungen, eine deutlich verbesserte Dokumentation der Störmeldeanlage und elektronische Sicherheitsmaßnahmen zählen laut JEN-Sprecher dazu.

Der frühere Reaktorkern befindet sich in einem separaten Zwischenla- ger mehrere hundert Meter entfernt auf dem Jülicher Gelände. Im Altgebäude, das von innen nach außen zurückgebaut wird, befinden sich aber zum Beispiel noch mit radioaktiver Strahlung kontaminierte Abschirmungen.

Das Antiatomplenum Köln hat den Vorfall in einem Bericht des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit entdeckt und verurteilt diesen „höchst fahrlässigen Umgang mit einer Störfallmeldung durch Abschaltung der Anlage aufs Schärfste“.

Korrektur zur Falschmeldung

Ahoi Atomis,

leider hat sich herausgestellt, daß am 26.4.19 in Brüssel nur 150 Leute gegen ENGIE, dem Betreiber von Tihange demonstriert haben und nicht wie von uns verbreitet 6000.
Dieser Fehler kam laut unserer Quelle dadurch zustande, daß man anfangs Passanten mit zu den Demonstranten gezählt hat.
Kann ich mir zwar schwer vorstellen, aber manchmal ist ja der Wunsch stärker als die Realität…

Schade! Schade!

Sorry für die falsche Zahl!

NäXtes Mal sind wir in Köln soviele!

Hier ein Link zum Fernsehbericht:

https://www.rtbf.be/info/belgique/detail_environ-150-personnes-manifestent-a-bruxelles-pour-l-arret-de-cinq-reacteurs-nucleaires?id=10206054&redirect

und zu einem Zeitungsbericht:

https://www.7sur7.be/7s7/fr/3007/Bruxelles/article/detail/3527251/2019/04/26/150-personnes-manifestent-a-Bruxelles-pour-l-arret-de-cinq-reacteurs-nucleaires.dhtml

Danke an Walter für die Reklamation.

LG

georg

AAPK
Anti_Atom_Plenum Köln
c/o
Naturfreundehaus Kalk
Kapellenstrasse 9a
51103 Köln-Kalk

Presse: 0221-30.28.43.70

www.antiatomplenum.blogsport.de
www.antiatomkoeln.de

Bilder von der Kundgebung am 26.4.

Kundgebung vor ENGIE

Ungefähr 30 Personen aus NRW und Belgien protestierten am 26.4., dem Tschernobyl Gedenktag gegen den Tihange Betreiber Engie in Köln.
Zeitgelich wurde die Zentrale in Brüssel von 6000 Demonstranten umzingelt!


Kundgebung und Mahnwache vor ENGIE am Freitag, den 26.4.19 um 15:30 Uhr

Wir planen eine Mahnwache am 26.4.19 zeitgleich mit der Umzingelung der ENGIE Zentrale in Brüssel.
ENGIE ist der Betreiber der Risse Reaktoren von Tihange und Doel in Belgien und hat eine Filiale hier in Köln an der Aachenerstrasse 1044 in Köln Weiden.

Kundgebung in Köln
Freitag , den 26 April 2019 15.30 Uhr
Vor der Engine-Electrable Hauptverwaltung
Aachenerstr. 1044, 50858 Köln KVB Haltestelle Mohnweg

Flugi_26April_2019

33 Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl

Wir fordern die Schließung der fünf gefährlichen belgischen Atomreaktoren: Tihange & Doel (teilweise mit Rissen) und einen schnellen Übergang zu den erneuerbaren Energien. Der Betreiber vom AKW Tihange ist Engine-Electrable hat auch einen Sitz in Köln. Darum protestieren wir hier.

Kein Tschernobyl in Belgien und Nachbarländer
Zerplatzte Tanks, versagender Beton, Lecks in Primärkreisläufen ….. , seit 2012 haben sich die Vorfälle in den belgischen Kernkraftwerken vervielfacht.
Die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Unfalls wird jeden Tag wahrscheinlicher.
Ein schwerer Unfall würde ganz Belgien, Umgebung und auch Köln kontaminieren.

Ostermarsch Gronau 19.4.

Es gibt noch freie Plätze aus Köln nach Gronau!
Bitte melden unter:
antiatomplenumkoeln@gmx.de

Karfreitag, 19. April, startet die Auftaktkundgebung zum Gronauer Ostermarsch um 13 Uhr am Bahnhof Gronau – danach führt die Demo zur Urananreicherungsanlage.

Dieses Jahr ist der Ostermarsch aus unserer Sicht besonders wichtig: Zum einen ist durch die Ablehnung des Gesetzes-Entwurfs zur Uranfabriken-Stilllegung (inklusive Fake-Stellungnahme der Atomlobby im Bundestag) klar, wie groß der Widerstand gegen eine Stilllegung der UAA innerhalb der Groko ist.

Der Urananreicherer Urenco (also auch RWE und EON) liefert weiterhin Uran für Brennelemente in den belgischen Pannen-Reaktoren.

Zum anderen ist Urenco selbst sehr aktiv, die selbst ernannten zivilen Grenzen der Urananreicherung zu überwinden. Schon 2014 legte das US-Energieministerium ausführlich dar, dass es Urenco selbst war, die vorschlugen, ihr angereichertes Uran auch in Brennelementen einzusetzen, die dann in Reaktoren zum Einsatz kommen, in denen Tritium für US-Atomwaffen hergestellt wird – laut Energieministerium mit Zustimmung der Bundesregierung, der niederländischen Regierung und der britischen Regierung!

Und nun will Urenco ganz aktuell mit offensichtlicher Billigung von RWE/EON und der Bundesregierung in den USA auch in den zivil-militärisch brisanten Bereich der Höheranreicherung auf ca. 20% Uran 235 ein. Beteiligt wird dabei auch die Urenco-Zentrifugentochter ETC neben dem Forschungszentrum Jülich sein. Damit wird in Zeiten internationaler Atomaufrüstung mit deutscher Beteiligung eine neue atomare Entwicklungsspirale eingeläutet mit sehr ungewissem Ausgang. Das ist die „Kompetenz“, die die Bundesregierung gerne bewahren möchte!

Es geht aber beim Ostermarsch nicht nur um Gronau, sondern auch um die grundsätzliche Friedenspolitische Richtung – und die läuft gerade in die völlig falsche Richtung: die USA und Russland haben den INF-Vertrag (Verbot des Besitzes, Produktion und Test von nuklearen Mittelstrecken-Raketen) gekündigt, Brexit-Chaos mit ungewissen Auswirkungen auf den Urenco-Urananreicherungs-Konzern, Anschaffung neuer atombombenfähiger Bundeswehr-Kampfjets für die US-Atombomben in Büchel (Rheinland-Pfalz)…

Der Aufruf ist bewusst auf die Anreicherungs-Problematik zugespitzt, die „anderen“ Themen und Standorte wissen wir bei unseren Friedensfreunden (z. B. atomwaffenfrei-jetzt) in guten Händen…

Der Gronauer Ostermarsch findet jedes Jahr Karfreitags von/ an der Gronauer Urananreicherungsanlage statt. Er wird organisiert vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und weiteren Gruppen und Einzelpersonen. Ganzjährig aktuelle Informationen zur Urananreicherungsanlage Gronau, Urantransporten oder Atomwaffen haben wir extern verlinkt.

Atommüllkonfi

Am Samstag, 16. Februar findet die 14. bundesweite Atommüllkonferenz von
11:00 bis 17:00 Uhr in der VHS Göttingen statt. Aktuelle Informationen
zum Programm und der Anreise gibt es unter:

http://www.atommuellkonferenz.de/

Für die Kalkulation des Raumbedarfs und der immer leckeren Verpflegung
bitten wir um rechtzeitige Anmeldung unter anmeldung@atommuellkonferenz.de

Die Atommüllkonferenz ist seit 2012 das fachlich-politische,
parteiunabhängige Forum für Betroffene und Akteure von Standorten, an
denen Atommüll liegt oder an denen die Lagerung vorgesehen ist.
Ausdrücklich erwünscht ist die Teilnahme unabhängiger, kritischer
Wissenschaftler*innen und von Vertreter*innen von Verbänden und NGOs,
die sich mit diesem Thema beschäftigen. Aber auch Privatpersonen, die
sich für die aktuelle Debatte interessieren, sind herzlich willkommen.
Wichtig ist uns eine Mischung aus Fakten, Erfahrungsaustausch und
Absprache gemeinsamer Positionen und Vorhaben.

Programm:
11.00 Uhr
Eröffnungsplenum

11.15 – 12.00 Uhr
Fachdiskussion
→ Die Standortsuche läuft – in die falsche
Richtung

12.00 – 13.00 Uhr
Arbeitsgruppen
→ Abschaltung – Stilllegung – Rückbau
→ Gesellschaftliche Auseinandersetzung
→ Freimessen / Strahlenschutz

13.00 – 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 – 16.00 Uhr
Arbeitsgruppen
(Fortsetzung)

16.00 Uhr
Abschlussplenum
→ Ergebnisse und Aussicht

Atommüll – Zwischenlager dürfen keine Endloslager werden! 9. März 2019 überregionale Demonstration in Ahaus

Derzeit lagern bundesweit mehr als 1000 Castor-Behälter mit hochradioaktiven Abfällen in 3 zentralen und 12 dezentralen Zwischenlagern. Die Genehmigungen für Lager und Behälter sind auf jeweils 40 Jahre begrenzt, die letzte endet im Jahr 2047. Dann wird aber selbst nach den optimistischsten Prognosen kein tiefengeologisches Lager („Endlager“) in Betrieb sein, eine Lösung zur sicheren Entsorgung von Atommüll gibt es weder in Deutschland noch weltweit. Für eine „Dauer-Zwischenlagerung“ sind aber weder die bestehenden Gebäude noch die Behälter ausgelegt. Sie entsprechen schon jetzt nicht mehr dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Bundesregierung will jedoch einfach so weitermachen und die Aufbewahrungsfristen in den bestehenden Lagern verlängern. Zugleich laufen mehrere Atomkraftwerke, die Urananreicherungsanlage in Gronau und die Brennelemente-Fabrik in Lingen weiter. Dagegen ist Widerstand erforderlich! (mehr…)

Fragen zum Brand in Lingen

Liebe Mitstreiter für eine Zukunft ohne Atomkraft,

bereits vor Weihnachten sind über Mandatsträger folgende Fragen an die Landesregierung gestellt worden. Sie wurden bis heute nicht beantwortet. Aber man will ANF wieder in Betrieb nehmen ohne uns zu informieren.

Nachdem Brand in der Brennelementefabrik am 6.12.2018 wurde ein möglicher Störfallablauf in der Unweltausschusssitzung des Niedersächsischen Landtages genannt, die am LT 12.12.2018 als Wasserstoffexplosition erklärt wurde. (6 Tage nach dem Brand) (mehr…)